Vermögensallokation

Das Vermögen sollte unter Berücksichtigung der persönlichen Vermögenssituation und individueller Anlageziele auf mehrere Vermögensklassen aufgeteilt sein (= Vermögensallokation/Asset Allocation). Eine auf diese Faktoren abgestimmte krisensichere Vermögensstruktur kann aus folgenden Vermögenskategorien bestehen:

  • Cashbestand, festverzinsliche Anleihen, Rentenfonds
  • Aktien, Aktienfonds
  • Edelmetalle - Immobilien

Vermögensklassen und ihre Eigenschaften

  Liquide Nicht/wenig liquide
Geldvermögen Bargeld und Termingelder
Anleihen/Obligationen/Renten
Gold/Edelmetalle
Lebensversicherungen
Rentenansprüche
Sachvermögen Aktien
Gold/Edelmetalle
Immobilien

 

Aktien

Aktien verbriefen einen Anteil am realen Vermögen eines Unternehmens und zählen daher zum Sachvermögen. Als Aktionär tragen Sie einen Teil des unternehmerischen Risikos, partizipieren aber auf der anderen Seite auch am Wachstum und an den Gewinnen des Unternehmens. Aktienkurse können starken Schwankungen unterliegen. Sie sollten sich daher vor der Aktienanlage bewusst machen, dass Sie diese Schwankungen aushalten. Regel: Investieren Sie immer nur Kapital, welches Sie für die nächsten fünf bis zehn Jahre nicht benötigen!

Am Gewinn des Unternehmens werden Sie in zweifacher Hinsicht beteiligt. Zum einen in Form von Dividenden, wenn das Unternehmen einen Teil des Jahresgewinns an die Aktionäre ausschüttet. Zum anderen in Form von Kursgewinnen. Dividenden stellen stetige jährliche Erträge dar. Es kann in Krisenzeiten passieren, dass ein Unternehmen die Gewinn­aus­schüt­tung kürzt oder gar aussetzt. Künftige Dividendenrenditen können über oder unter den aktuellen Dividenden liegen.

 

Gold

Gold gehört zur Kategorie Sachvermögen. Im Falle einer Krise kann es als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel dienen. Wir betrachten es nicht als Spekulationsobjekt, sondern ausdrücklich als Langfristanlage und Krisenvorsorge. Gold kann in seinem Preis wie jeder andere Rohstoff im Zeitverlauf schwanken. Im Gegensatz zu den Anlageklassen Aktien, Anleihen, fremd vermietete Immobilien sowie Tages- und Festgeld, wirft Gold keine laufenden Erträge ab.

 

Festverzinsliche Wertpapiere (Anleihen, Renten)

Festverzinsliche Wertpapiere gehören zur Kategorie Geldvermögen und garantieren für die Dauer der Laufzeit feste Zinszahlungen. Diese Zinszahlungen sowie die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals können bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners allerdings ausfallen. Das Ausfallrisiko ist im Regelfall bei einzelnen Unternehmen höher als bei Staaten. Daher sind auch in der Regel die Risikoprämien in Form von höheren Renditen bei Unternehmensanleihen höher als bei Staatsanleihen.

Da die Renditen und Kurse der Anleihen eng an das schwankende Marktzinsniveau gekoppelt sind, können auch Kurse und Renditen von Festzinsanleihen im Zeitablauf schwanken. Dabei gilt: steigen die Zinsen, dann fallen die Anleihenkurse. Fallen die Zinsen, dann steigen die Kurse der Anleihen. Anleihen sind Zahlungsversprechen und zählen zum Geldvermögen. Sie sind daher nicht vor Inflation oder Währungsreformen geschützt.